8/3 Gesprächsrunde 31.05.2024

Gesprächsrunde 31.05.2024

Gesprächsrunde 31.05.2024
Zu einer besonderen Gesprächsrunde am 31.05.2024, lud der Verein in Zusammenarbeit mit der Stadt- und Regionalbibliothek Uster den Autor und ADHS-Betroffenen Stephan Rey sowie die ADHS-Expertin Dr. med. Ilona Maier ein.

Gemeinsam teilten sie ihre wertvollen Perspektiven. Stephan Rey berichtete lebendig und authentisch von seinen persönlichen Erfahrungen mit ADHS. Dr. Maier vermittelte den Teilnehmenden fundierte Einblicke aus medizinischer und therapeutischer Sicht.

Die Veranstaltung bot eine einmalige Gelegenheit zum Austausch. Sie bereicherte die Besucher mit Wissen, Verständnis und neuen Einsichten zum Thema ADHS.

Stephan Rey: Leben und Erfahrungen mit ADHS

Stephan Rey, geboren 1968 im schweizerischen Aargau, wuchs im Freiamt auf. Damals war ADHS in dieser ländlichen Region kaum bekannt. In seiner Autobiografie „Warum zum Teufel Ritalin“ erzählt er von seiner Kindheit und Jugend. Seine „Andersartigkeit“ machte ihm das Leben schwer und liess ihn oft anecken.

Trotz schulischer Schwierigkeiten und Phasen mit Suchtmitteln schloss Rey erfolgreich eine Lehre ab. Nach und nach fand er seinen beruflichen und persönlichen Weg. Die entscheidende Wende kam mit 45 Jahren, als er die ADHS-Diagnose erhielt. Sie setzte seine Lebensgeschichte in ein neues Licht. Nach Monaten der Reflexion begann er eine Therapie mit Ritalin, die ihm half, sein Leben aus einer veränderten Perspektive zu betrachten und besser mit Herausforderungen umzugehen.

In seinem Buch „Fluch und Segen ADHS“ richtet Rey den Blick nicht nur auf die Schwierigkeiten. Er betont auch die positiven Seiten von ADHS. Neben den bekannten „Schattenseiten“ zeigt er die „Sonnenseiten“ – besondere Stärken und Möglichkeiten, die oft übersehen werden.

Gesprächsrunde zu ADHS in Uster

Am Freitag, den 31. Mai 2024, lud der Verein ADHS/ADS Schweiz in Zusammenarbeit mit der Stadt- und Regionalbibliothek Uster sowie der Initiative „Zukunft Inklusion“ zu einer besonderen Gesprächsrunde ein. Im Mittelpunkt standen der Autor und selbst Betroffene Stephan Rey sowie die ADHS-Expertin Dr. med. Ilona Maier. Gemeinsam beleuchteten sie das Thema ADHS sowohl aus persönlicher als auch aus fachlicher Sicht und diskutierten zentrale Fragen und Herausforderungen.

Eröffnung der Veranstaltung

Um 18:30 Uhr eröffnete Maximiliane Kroiss, verantwortlich für Marketing und Veranstaltungen der Stadt- und Regionalbibliothek Uster, die Gesprächsrunde. Sie begrüsste die Gäste herzlich und führte in das Thema „Zukunft Inklusion“ ein, während sie einen spannenden und informativen Abend versprach.

Anschliessend übergab Frau Kroiss das Wort an Tanja Schmid, Präsidentin des Vereins ADHS/ADS Schweiz. Frau Schmid begann mit einer nachdenklichen Frage des Autors Stephan Rey:
„Was wäre, wenn ADHS nicht als Störung, sondern als Chance betrachtet würde? Wie könnte sich die Wahrnehmung ändern, wenn die Gesellschaft auch die positiven Seiten von ADHS sehen würde?“

Diese Fragen regten das Publikum zum Nachdenken an und führten nahtlos zur Vorstellung der Hauptgäste. Frau Schmid präsentierte kurz die Bücher „Warum zum Teufel Ritalin“ und „Fluch und Segen ADHS“ und hiess Stephan Rey willkommen, der seine persönlichen Erfahrungen teilen sollte. Gleichzeitig begrüsste sie Dr. Ilona Maier, erfahrene Ärztin und anerkannte ADHS-Spezialistin.

Interaktive Gesprächsrunde mit Dr. Ilona Maier

Bevor Frau Schmid das Wort an Dr. Maier übergab, betonte sie die Offenheit der Runde und ermutigte die Teilnehmenden, sich aktiv mit Fragen und Beiträgen einzubringen. Sie machte deutlich, dass die Veranstaltung bewusst interaktiv gestaltet wurde, sodass sowohl Betroffene als auch Interessierte ihre Gedanken frei äussern konnten.

Während der Runde teilten Stephan Rey und Dr. Maier ihre Erfahrungen und Fachkenntnisse. Rey berichtete authentisch und lebendig von seinen persönlichen Erlebnissen, während Dr. Maier fundierte Einblicke aus medizinischer und therapeutischer Sicht gab. Durch diesen offenen Austausch entwickelte sich eine lebendige Diskussion, die Wissen, Verständnis und Empathie förderte. So bot die Gesprächsrunde eine wertvolle Plattform, auf der die Teilnehmenden ihr Wissen vertiefen, Erfahrungen teilen und unterschiedliche Perspektiven verbinden konnten.

Austausch, Dank und Apéro

Während der Gesprächsrunde bereiteten die Vorstandsmitglieder den Apéro vor, hörten aber gleichzeitig den Erzählungen von Rey und Dr. Maier zu. Die Veranstaltung stiess auf grosses Interesse, und die lebhafte Diskussion hätte durchaus länger dauern können. Dank Frau Kroiss, die den Ablauf im Blick behielt, wurde die Zeit dennoch gut eingehalten.

Nach dem offiziellen Ende sprach Frau Schmid im Namen des Vereins ADHS/ADS Schweiz ihren herzlichen Dank aus. Sie bedankte sich bei Stephan Rey und Dr. Ilona Maier für ihre inspirierenden Beiträge, bei Maximiliane Kroiss und ihrem Team für die hervorragende Organisation und bei allen Gästen, die zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen.

Zum Abschluss wies Frau Schmid darauf hin, dass die Bücher von Stephan Rey vor Ort erworben und signiert werden konnten. Sie lud alle Anwesenden ein, beim Apéro zu verweilen, das Team des Vereins kennenzulernen und offene Fragen in entspannter Atmosphäre zu klären.

Impressionen

©Sämtliche Fotos wurden von den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.