Stephan Rey
Stephan Rey, geboren 1968 im
schweizerischen Aargau, wuchs im Freiamt auf, einer ländlichen Region, in der das Thema ADHS damals noch weitgehend unbekannt war.
In seiner Autobiografie „Warum zum Teufel Ritalin“ beschreibt Rey seine Kindheit und Jugend, die durch seine „Andersartigkeit“ geprägt war, mit der er in vielen Situationen aneckte. Die fehlende Kenntnis über ADHS in dieser Zeit führte dazu, dass sein Verhalten oft nicht korrekt eingeordnet wurde.
Trotz der Schwierigkeiten und des enormen Stresses in der Schule, sowie Phasen mit
Suchtmitteln, schloss Rey erfolgreich eine Lehre ab und fand nach und nach seinen beruflichen und persönlichen Weg.
Die entscheidende Wende kam jedoch erst spät:
Mit 45 Jahren erhielt er die ADHS-Diagnose, die seine Lebensgeschichte in einem neuen
Licht erscheinen liess.
Nach Monaten des Nachdenkens begann er schliesslich eine Therapie mit Ritalin, die es ihm ermöglichte, sein Leben aus einer veränderten Perspektive zu betrachten und besser mit den Herausforderungen umzugehen.
In seinem weiteren Buch „Fluch und Segen ADHS“ richtet Rey den Blick nicht nur auf die
Schwierigkeiten, die mit ADHS einhergehen, sondern hebt auch die positiven Aspekte hervor.
Er zeigt auf, wie ADHS neben den bekannten „Schattenseiten“ auch „Sonnenseiten“ hat – besondere Stärken und Möglichkeiten, die oft übersehen werden.


Am 31. Mai 2024 fand in Uster eine Gesprächsrunde zum Thema ADHS statt, organisiert vom Verein ADHS / ADS Schweiz. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Stadt- und Regionalbibliothek Uster und der Initiative „Zukunft Inklusion“ durchgeführt. In dieser Gesprächsrunde kamen der Autor und selbst Betroffene Stephan Rey sowie die ADHS-Expertin Dr. Ilona Maier zusammen.
Gemeinsam diskutierten sie zentrale Fragen und Herausforderungen rund um ADHS und beleuchteten das Thema aus persönlicher und fachlicher Perspektive. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für Austausch und Information und ermöglichte den Teilnehmenden, ein tieferes Verständnis für ADHS zu entwickeln.


Um 18:30 Uhr eröffnete Maximiliane Kroiss, die für Marketing und Veranstaltungen der Stadt- und Regionalbibliothek Uster verantwortlich ist, die Veranstaltung. Sie begrüsste die Gäste herzlich und führte in das Thema „Zukunft Inklusion“ ein, indem sie einen spannenden und informativen Abend versprach.
Im Anschluss übergab Frau Kroiss das Wort an Tanja Schmid, die Präsidentin des Vereins ADHS / ADS Schweiz. Frau Schmid leitete mit einer nachdenklich stimmenden Frage des Autors Stephan Rey in das Thema ein: „Was wäre, wenn ADHS nicht als Störung, sondern als Chance betrachtet würde? Wie könnte sich die Wahrnehmung ändern, wenn die Gesellschaft auch die positiven Seiten von ADHS sehen würde?“ Diese Fragen regten das Publikum zum Nachdenken an und leiteten perfekt zur Vorstellung der beiden Hauptgäste des Abends über.
Frau Schmid stellte kurz die Bücher „Warum zum Teufel Ritalin“ und „Fluch und Segen ADHS“ vor und hiess den Autor Stephan Rey willkommen, der seine persönlichen Erfahrungen und Perspektiven über ADHS mit dem Publikum teilen sollte. Sie begrüsste außerdem Dr. Ilona Maier, eine erfahrene Ärztin im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie sowie anerkannte ADHS-Spezialistin.
Mit dieser stimmungsvollen Einleitung war die Bühne bereit für einen offenen Austausch über ADHS, seine Herausforderungen und Potenziale – ein Abend, der das Thema aus einem neuen Blickwinkel beleuchten sollte.


Bevor Frau Schmid das Wort an Dr. Ilona Maier übergab, betonte sie die Offenheit der Gesprächsrunde und ermutigte alle Anwesenden, sich aktiv mit Fragen und Beiträgen zu beteiligen. Sie stellte klar, dass die Veranstaltung als interaktive Runde gestaltet ist, in der sowohl Betroffene als auch Interessierte ihre Anliegen und Gedanken äußern dürfen.
Mit diesen Worten wünschte Frau Schmid allen einen spannenden und informativen Abend, bevor sie das Wort an Frau Dr. Maier übergab.

Während der Gesprächsrunde waren die Vorstandsmitglieder des Vereins damit beschäftigt, den Apéro vorzubereiten, lauschten aber gleichzeitig den Erzählungen von Stephan Rey und Dr. Ilona Maier. Die Veranstaltung stiess auf grosses Interesse, und die lebhafte Diskussion hätte durchaus noch länger dauern können. Dank Frau Kroiss, die den Ablauf im Auge behielt, wurde die Zeit dennoch gut eingehalten.
Nach dem offiziellen Ende übernahm Frau Schmid erneut das Wort und sprach im Namen des Vereins ADHS / ADS Schweiz ihren herzlichen Dank aus:
Sie bedankte sich sowohl bei Stephan Rey und Dr. Ilona Maier für ihre inspirierenden Beiträge als auch bei Maximiliane Kroiss und ihrem Team für die hervorragende Organisation und Unterstützung. Ebenso bedankte sie sich bei allen Gästen, die den Weg zur Veranstaltung gefunden und so zu ihrem Erfolg beigetragen hatten.
Zum Abschluss verwies Frau Schmid auf die Möglichkeit, die Bücher von Stephan Rey vor Ort zu erwerben und signieren zu lassen. Sie lud alle Anwesenden ein, beim Apéro zu verweilen, das Team des Vereins näher kennenzulernen und offene Fragen in entspannter Atmosphäre zu klären.














